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Getestet: Gigaset GS160 Einsteiger-Smartphone mit Oberklasse Ambitionen

Gigaset seht seit vielen Jahren für hochwertige, innovative DECT Telefon und ist auch bei mir seit Jahren immer erste Wahl, wenn ich ein neues Telefon brauche. Umso interessierter habe ich das erste Gigaset ME Premium Smartphone verfolgt. Als wir nun die Gelegenheit bekommen haben, von Gigaset des neue Gigaset GS160 Einsteiger-Smartphone kostenlos als Leihgerät für einen Produkttest zur Verfügung gestellt zu bekommen, haben wir natürlich gern zugesagt. Ich persönlich besitze seit 7 Jahren ausschließlich iPhones und bin gespannt wie sich ein Einsteiger-Smartphone mit Android so schlägt.

Unboxing und erster Eindruck

Das neue Gigaset liegt gut in der Hand und lässt sich trotz des 5″ Displays scheinbar gut mit einer Hand bedienen. Das werden wir im Folgenden noch herausfinden. Der in der Preislage bisher nicht zu bekommende Fingerabdrucksensor ist hinten am Gerät angebracht und lässt sich ohne Probleme erreichen. Bis zu 5 Abdrücke können hier eingespeichert werden. Das Gehäuse ist aus Vollplastik, was in der Preislage völlig in Ordnung geht. Die Verarbeitung lässt ebenfalls keinen Grund zur Kritik. Die Spaltmaße sind alle sauber und einheitlich, ebenso knarzt und knackt nichts beim Anfassen. Das kennt man von einigen anderen Herstellern ganz anders. Die Bedientasten sind alle gut platziert und haben einen sauberen Druckpunkt ohne zu wackeln. Sehr positiv fällt das geringe Gewicht auf. Mein iPhone 6s ist deutlich schwerer, trotz kleinerem Display.

Vor dem ersten einschalten muss der wechselbare Akku eingesetzt werden, was sich leider schwieriger gestaltet als erwartet. Die Einkerbung wo man den Deckel abheben soll ist extrem klein. Frauen mit künstlichen Fingernägeln scheiden für diese Aufgabe aus. Nachdem ich mir bei dem erfolglosen Versuch den, zugegeben sehr sicher sitzenden, Deckel auf zu bekommen, den ersten Fingernagel abgebrochen hatte, ohne das der Deckel sich nennenswert bewegt hatte, half nur noch der Einsatz von Hilfsmitteln. Ein, um das Gerät vor Kratzern zu schützen, umwickelter Schraubendreher oder eine Messerspitze fällt auf Grund der geringen Größe der Öffnung ebenfalls aus. Versuche mit nacktem Schraubendreher brachten dem Gerät dann doch erste kleine Kampfspuren. Am Ende war ein Spezialwerkzeug aus harten Kunststoff, aus dem KFZ Bereich die Lösung. Mit viel Kraft, aber auch viel Fingerspitzengefühl da die Rückenabdeckung sehr dünn ist, lässt sich der Deckel öffnen. Hier hätte ich mir eindeutig zum einen mehr Material und vor allem einen einfacheren Öffnungsmechanismus gewünscht oder wenigsten ein beiliegendes Öffnungswerkzeug. Einlegen von Akku und der, dank echtem Dual SIM, bis zu zwei SIM Karten funktioniert dann genauso problemlos wie das wieder anbringen des Deckels. Die hot-plugging-fähige SD Karte wird hier ebenfalls untergebracht. Der Akku ist genug vorgeladen, dass man gleich los legen kann.

Lieferumfang: Gerät, 2500 mAh Akku, Netzteil, 1 SIM-Karten-Adapter (Nano auf Micro) und Micro-USB Kabel. Kopfhörer sind nicht dabei.

Bedienung und Ausstattung

2 Kameras (13MP + 5MP), Fingerabdrucksensor, alle aktuellen Bewegungssensoren, LTE 4G, Dual SIM, HD Display, SD Slot und wechselbarer Akku sind nur ein paar Highlights die so in der Preislage nicht unbedingt üblich sind. Natürlich müssen diese Dinge nicht nur vorhanden sein, sondern auch technisch vernünftig arbeiten. Als Betriebssystem arbeitet das relativ aktuelle Android 6.0, was den meisten Android-Nutzern bekannt sein sollte. Deswegen werden wir hier auf die Android typische Bedienung nicht eingehen. Interessant ist das hier ein unverändert reines Android Marshmallow läuft, ohne eine drüber gestülpte Version von Gigaset. Damit sollten Update deutlich schneller zur Verfügung stehen, als bei Herstellern die erst eine angepasste Version bauen müssen.

Das Gigaset GS160 beherrscht Dual-Stand-by-Funktionalität, somit können beide SIM Karte auch wirklich parallel betrieben werden.

Der Fingerabdrucksensor arbeitet sehr schnell und entsperrt das Handy zuverlässig sofern der Finger sauber auf dem Sensor liegt. Ebenfalls positiv ist, das es reicht den Sensor zu berühren um das Telefon zu entsperren. Per Knopfdruck erst den Bildschirm aktivieren bevor man das Gerät entsperren kann, wie zum Beispiel beim iPhone mit iOS 10 ist nicht nötig.

Überhaupt läuft das Android 6 auf dem Gigaset schnell und flüssig. Menüs klappen verzögerungsfrei auf und auch Youtube Videos in HD-Qualität (720p) laufen ruckelfrei.

Zwei der meistgenutzten Funktionen im Test

Oben iPhone 6s
Unten Gigaset GS160

Um die Performance des Gigaset bewerten zu können habe ich mit CSR Racing 2 aus dem Google Play Store, eins der zurzeit anspruchsvollsten 3D Spiele installiert. Die Ladezeit zwischen den Rennen ist relativ lang, aber noch in einem Bereich der nicht störend ist. Zum Vergleich das gleiche Auto mit einem hoch glänzenden Lack, der vielen Spiegelungen hat. Einmal auf meinem iPhone 6s und dem Gigaset GS160. Die Grafik des Gigaset ist für die Preisklasse überraschend gut. Die Spiegelungen und Reflexionen werden gut dargestellt und es ruckelt auch nicht.  Im Rennmodus, wo es naturgemäß schnelle Bildwechsel gibt, läuft das Spiel auf dem Gigaset ebenfalls völlig ruckelfrei. Allerdings wird hier vom Spiel automatisch die Detailtiefe reduziert. Grundsätzlich lassen sich aber auch anspruchsvolle 3D Spiele gut auf dem Gigaset spielen. Damit hätte ich wirklich nicht mit gerechnet, denn ich kenne doppelt so teure anderer Marken Geräte auf denen das Spiel ruckelt.

Ein Highlight, nicht nur für Selfie Fans, ist sicherlich die 13MP Kamera die mit intelligenten Zusatzfunktionen punktet. Im „Beauty„-Modus werden Hautunreinheiten und Pickel automatisch entfernt. Bilder vor dem Posten erst Nachbearbeiten, kann man sich also sparen. Im Test ist der Unterschied zwischen einem normalen Bild und einem verbesserten schon sehr deutlich. Wie stark die Nachbearbeitung erfolgt lässt sich in den Einstellungen ändern. Ebenfalls ein nettes Feature ist die Auslösung per Gestenerkennung. Einfach vor der Kamera mit den Fingern eine festgelegte Geste machen und schon wird man geknippst. Eine Lächelerkennung ist ebenfalls an Board. Überhaupt bietet die Kamera eine Menge Funktionen z.B.: GPS Daten, Bildstabilisator, HDR Aufnahmen, Panorama Bilder, Gesichtserkennung, Fotofilter wie Sephia oder SW sowie Zeitrafferaufnahmen bei Videos. Da bleiben eigentlich keine Wünsche offen.

Fazit: Das Gigaset GS160 ist für ein Gerät, dass ohne Vertrag nur 150 Euro kostet, überraschend gut verarbeitet und auch für grafisch anspruchsvolle Spiele geeignet. Die Ausstattung muss sich vor Geräten die doppelt so teuer sind nicht verstecken. Zusätzliche Features wie die gute Kamera und der Fingerabdrucksensor bringen extra Punkte. Nachteil für mich, einzig die schwache Rückabdeckung die so gar nicht zur ansonsten tadellosen Verarbeitung passt.

Mehr zum Gerät findet Ihr hier: www.gigaset.com

Veröffentlicht in:MultimediaProdukttests

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