Neue Tausch- & Verkaufsplattform Bazaaria
Jahr: 2010 | Blogger: martin | Kategorie: Produkttests
[Trigami-Review]Mit Bazaaria.com versucht das nächste Portal sich gegen bekannte Branchenriesen durchzusetzten. Bazaaria hat sich hierbei gezielt eine Nische gesucht, die bisher noch nicht so stark besetzt ist. Bazaaria spricht gezielt private Verkäufer und keine Powerseller an. Das Portal bietet neben der Möglichkeit Artikel zu verkaufen, auch die Möglichkeit diese zum Tausch anzubieten. Bazaaria will keine Plattform für gewerbliche Händler sein, die, wie bei anderen bekannten Auktionsseiten, private Anbieter fast völlig verdrängen.
Die Grundidee ist, das private Verkäufer ohne Zeitlimits, Einstellgebühren und vor allem sicher Artikel anbieten können. Insbesondere die sichere Abwicklung von Zahlung und Versand, werden hier hervorgehoben. Alle Zahlungen erfolgen über Bazaaria als Treuhändler. Der Käufer zahlt per Moneybookers an Bazaaria, worauf der Verkäufer eine Nachricht bekommt und die Ware versenden werden kann. Ist die Ware beim Kunden ankommen, gibt Bazaaria nach Abzug der Verkaufsgebühren, den Betrag frei. Verkäufer sind also immer sicheren Seite dass die Ware bezahlt wird und Käufer können sicher sein, dass die Ware auch ankommt. Betrüger haben hier kaum eine Chance.
Erster Eindruck und Aufbau
Schauen wir uns Bazaaria etwas genauer an. Die Seite ist klar aufgebaut und nicht überladen. Von der Startseite kann man direkt in die Kategorien einsteigen oder Themenbereiche besuchen. Als Themen gibt es z.B. neuste Artikel, Highlights oder Angebote per Zufall. Wir klicken mal auf “Zufällige Gegenstände entdecken” und lassen uns überraschen.
Die Artikel werden als einfache Liste dargestellt. Vorschaubilder gibt es keine. Auch Filterfunktionen z.B. nach Entfernung, Preis, Angebotsart sucht man leider vergeblich. Auffällig ist, dass der Großteil der Artikel mit Preis 0,00 Euro angeboten werden. Toll, dann mache ich mal meinen Einkaufswagen voll. Wir fangen an mit der DVD “Nirgendwo in Afrika”. OK 0,00 Euro wäre mir der Film grade noch wert. Beim Klick auf den Artikel erscheint die Meldung “Dieser Gegenstand ist bereits weg. Vielleicht findest du aber etwas anderes bei uns.”. OK bei dem Preis kein Wunder. Wir klicken noch ein halbes Dutzend weitere Artikel und überall die selbe Meldung. Es wäre sicher ein gute Idee, beendete Artikel nicht mehr anzuzeigen. So vergeht einem schnell die Lust am Stöbern, wenn eh schon alles weg ist. An dieser Stelle verlassen wir die zufälligen Artikel. Vielleicht ist es in der Kategorieansicht besser. Da das Thema für uns gerade aktuell ist versuchen wir es bei “Kindersachen”.
Das Angebot ist recht übersichtlich. 6 Angebot in der ganzen Kategorie aber Bazaaria ist ja auch noch neu. In der Kategorieansicht werden auch Vorschaubilder angezeigt was ein echter Pluspunkt gegenüber der ersten Liste ist. Filtermöglichkeiten sucht man aber auch hier vergeblich. Auch werden hier keine Preise angezeigt. Man muß jeden Artikel erst anklicken, um den Preis zu sehen. Ebenfalls nicht optimal gelöst. Dafür sind alle Artikel noch zu haben. Beendete Angebote sind hier keine dazwischen.
Zwischenfazit: Am Aufbau der Listen muß noch deutlich nachgebessert werden. Beendete Angebote gehören nicht in die Liste aktiver Angebote. Bei den zufälligen Artikel fehlen Vorschaubilder dafür fehlen in der Kategorieansicht die Preise. Filterfunktionen fehlen völlig. Das geht überhaupt nicht! Wenigstens sortieren nach Preis sowie Filter für Entfernung, Datum und Preisbereich sollten Pflicht sein.
Kaufen und Verkaufen
Das Anbieten von Artikeln ist kostenlos. Wiedereinstellgebühren gibt es ebenfalls nicht das es keine Zeitbegrenzung gibt. Wir ein Artikel als Tauschgeschäft “verkauft” fallen auch keine Verkaufsgebühren an. Wird ein Artikel normal verkauft fallen Verkaufsgebühren in Höhe von 13% das Kaufpreise (ohne Versandkosten) mindestens jedoch 0,79 Euro an. Bei einem Artikelpreis von 100,00 Euro immerhin statte 13,00 Euro Gebühren. Marktführer eBay ist hier mit 9,70 Euro (inkl. 3,20 Euro Einstellgebühren!) über 30% billiger. Bei einem Verkaufspreis von 50,00 Euro wäre Bazaaria sogar 60% teurer als eBay (bei Startpreis 1,00 Euro und Verkaufspreis 50,00 Euro). Dafür hat man bei Bazaaria jedoch die Sicherheit durch den Treuhandservice. Auf Ein Bewertungssystem wie bei den meisten anderen Anbietern wird daher verzichtet.
Schauen wir wie der Kauf/Tausch funktionieren würde. Wir testen einfach mal folgendes Angebot “Wetterstation und Wecker in einem” zum Preis von 0,00 Euro. Der Verkäufer selber gibt den Preis wie folgt an: “Ich würde tauschen für Irgendetwas (Ich möchte nur tauschen). OK das erklärt die 0,00 Euro. Verschläge was der Anbieter sich als Gegenleitung vorstellen können fehlen. Da ich hier noch einen Gillette Fusion Rasierer aus der Tauschaktion liegen habe werde ich den mal anbieten.
Nach einen Klick auf “Angebot abgeben” kann dort ein Geldbetrag eingegeben werden. Moment?! Der Verkäufer wollte doch kein Geld sondern nur Tauchen ? Mein Tauschobjekt kann ich jedoch nirgends eingeben. Vermutlich funktionieren Tauschgeschäft über Fragen an den Verkäufer? Nicht ganz. Die Hilfe schafft Klarheit. Man kann nur Artikel zum Tausch anbieten die man vorher bei Bazaaria eingestellt hat. Die eigenen Angebot erscheinen dann in einer Liste aus der man wählen kann was man als Tausch anbieten möchte. Egal wenn man hier schon Geld anbieten kann dann biete ich mal ganz frech 1,00 Euro für die gute Wetterstation. Nach einen Klick auf weiter kann man die Versandart wählen und ein Angebot machen wie viel Porto man freiwillig zahlen möchte. Leichte Frage: Freiwillig? Nix! Angebot abgeschickt. Der Verkäufer hat jetzt die Wahl ob er mir die Wetterstation für 1,00 Euro verkaufen will, den Versand dafür selber bezahlt und von dem 1,00 Euro noch 0,79 Euro als Gebühren bezahlen will. Leider wurde mein Angebot am Ende nicht angenommen. Wäre das der Fall gewesen, hätte ich den Artikel per Moneybookers bezahlen können. Andere Zahlungsarten wie Paypal, Überweisung etc. sind nicht möglich.
Das Verkaufen ist einfach und schnell zu erledigen. Da ich hier noch einen Satz nagelneu lackierte Seitenschweller für einen Golf IV liegen habe, werde ich die mal einstellen. Formatierungen, wie Fettschrift oder Schriftfarbe in der Beschreibung sind nicht möglich. HTML Code wird nicht erkannt. Die Beschreibung kann nach dem Absenden nicht mehr geändert werden. Nur löschen ist möglich. Mein zum Testen verwendeter HTML Code für Fettschrift, sowie Schreibfehler bleiben also der Nachwelt erhalten.
Was mir überhaupt nicht gefällt, das in meinem Profil meine vollständige Adresse, sowie meine E-Mail Adresse für alle sichtbar angezeigt werden. Aus diesem Grund habe ich mein Angebot auch sofort wieder gelöscht! Eine Option um einzustellen welche Daten sichtbar sein sollen fehlt. Beim Überarbeiten meiner Daten fällt mir auf, dass in meinem Profil der Newsletter markiert ist, obwohl ich diesen Punkt bei der Anmeldung extra abgewählt habe. Auch nicht so schön! Update: Ich bin mir relativ sicher das ich beim Test noch die vollständigen Daten aller anderen User sehen konnte. Vielleicht habe ich mich da auch geirrt. Jetzt ist das auf jeden Fall nicht mehr so. Nur vollständiger Name, PLZ und Ort sind sichtbar. Straße und E-Mail sind nicht öffentlich sichtbar.
Zwischenfazit: Auch hier sind noch deutlichen Schwächen in der Software. Der Umgang mit meinen persönlichen Daten geht überhaupt nicht! Immerhin sind diese Daten nur für angemeldete Benutzter sichtbar. Ein Versuch die Daten über Google zu finden blieb, jedenfalls ohne besondere Anstrengungen, erfolglos. Wer seine Daten etwas schützen will, kann im Profil bei Straße eine ein Leerzeichen eintragen oder bei der PLZ “12345″. Offenbar erfolgt keine Prüfung der eingegebenen Daten auf Plausibilität. Bezahlen ist nur über Moneybookers möglich. Andere Arten wie das gängigere Paypal, Vorkasse per Überweisung oder Nachnahme sind nicht möglich. Die Gebühren sind recht hoch. Hier lohnt sich die Plattform eigentlich nur zum tauschen.
Zusammenfassung: Gute Idee die allerdings noch in den Kinderschuhe steckt. Sehr Positiv ist auf jeden Fall der Grundgedanke mit dem Treuhandservice. Mit einer deutlich verbesserten Software, mehr Zahlungsmöglichkeiten und etwas geringeren Gebühren hat Bazaaria möglicherweise eine Zukunft.
Tags: Bazaaria, eBay, Keine Powerseller, Marktplatz zum Handeln, webbasar


April 18th, 2010 um 14:24
Sehr cool, endlich mal wieder eine Alternative zu ebay.de …bin gespannt, wie die Seite in ein paar Monaten läuft… habt ihr auch schonmal marktjagd.de getestet? Da bin ich auch ganz gern unterwegs! Und kijiji.de mochte ich, aber das gibts nicht mehr, ich glaube von ebay aufgekauft
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April 18th, 2010 um 16:27
Hi Martin,
guter Bericht – danke auf jeden Fall schon einmal für die Kritik! (das ist im übrigen ernst gemeint, wir sind stetig auf der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten, daher nehmen wir uns das in der Tat zu Herzen).
Um vielleicht auf ein paar kleine Ungereimtheiten zu sprechen zu kommen: In deinem Artikel schreibst Du, dass deine Kontaktdaten für alle ersichtlich sind. Dies stimmt so natürlich nicht. Auch wir sind bedacht darauf, dass deine Kontaktdaten nicht für alle Verfügbar sind. Du selbst kannst zwar in deinem eigenen Profil diese Daten einsehen, andere jedoch erhalten von Dir (abgesehen von deinem vollständigen Namen, was in unserem Fall Teil des Konzeptes ist) erst bei einem Verkauf-Abschluss diese Informationen und können diese dann auch nur im Rahmen der Transaktion einsehen.
Was die Filterfunktionen anbelangt, so haken wir natürlich nach. Das System zeigt mit Ausnahme der zufälligen und neue Gegenstände-Seiten jedoch keine bereits getauscht/verkauften Gegenstände mehr an, dies garantiere ich dir.
Auch was den Prozess selbst angeht, ist es leider noch nicht so ganz richtig, sicherlich: du kannst immer ein Angebot machen das auch Geld oder Waren beinhaltet, selbst wenn der Kunde ursprünglich was anderes wollte. Die Entscheidung darüber ob dieser es annimmt, obliegt in diesem Fall ihm selbst. Dies liegt nicht daran, dass wir es nicht anders machen könnten, sondern einfach daran, dass in der Regel dieses Konzept sehr gut ankam. Warum sollte man nicht auch mal ein Angebot erhalten an das man zunächst gar nicht gedacht hatte?!
Was die Gebühren angeht, so kann ich dich nur beruhigen, wenn auch vermutlich nicht zufrieden stellen. Sicherlich scheint es auf den ersten Blick höher, beachte aber bitte, dass wir weder Geld einnehmen für das Einstellen der Ware, noch sonst irgendwo Geld abzwacken. Die Gebührenhöhe hängt zusätzlich auch an der deutlich stärkeren Leistung unsereins zusammen – wo sonst erhält man schon nen Treuhandservice?! Ich denke, dass dies im Grunde ein faires Angebot ist.
Deine restlichen Anregungen nehme ich jedoch sehr dankend an! An einen HTML-Editor (genauer WYSIWYG) denken wir schon lange und auch die zusätzlichen Sortier und Filtermöglichkeiten werden gewiss folgen. Gib uns also einfach mal Zeit, ich denke wir werden dich nicht enttäuschen
So und nu beste Grüße aus dem sonnigen Wiesbaden,
Paul
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April 18th, 2010 um 16:35
Kleiner Nachtrag: Ein Händler kann übrigens auch ein Gegenangebot machen und in diesem Fall Porto fordern – das Porto, auf das wir auch nicht unsere Gebühren berechnen, spielt also in der Tat eine wichtige Rolle…
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April 20th, 2010 um 20:40
Will man sich Registrieren, stehen schin Reg. Daten dar die nicht zu einem gehören!
Daher sehe ich mich gezwungen die Seite zu meiden!
Dort standen Daten einer Frau aus Mainz!
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martin schrieb:
Antwort vom April 21st, 2010 08:58:
@Sven, Das sind nur Beispieldaten als Ausfüllhinweise. Nur das statt “max mustermann” eine andere Adresse genommen wurde.
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April 22nd, 2010 um 11:23
@ Sven: Genau wie Martin schon schrieb, sind doch nur Beispieldaten, damit du weißt, was du da reinschreiben sollst.
Finde es aber auch nicht so optimal, vllt verwirrt es die Leute.
Cool, dass die Leute von bazaaria sich so viel Zeit nehmen, hier zu antworten
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März 1st, 2011 um 12:46
Find ich total super!
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