[Trigami-Review]Da wir bereits 2 andere LED LENSER testen konnten, freuen wir uns nun auch die nächste Generation vorstellen zu können. In diesem Test geht es um die neuste LED LENSER M7 (MT7). Die M7 ist eine Verbindung aus der mulifunktionalen M-Serie und der für den taktischen Einsatz entwickelten T-Serie. Zudem wurden Funktionen und Bedienung deutlich weiter entwickelt und verbessert. Um den großen Sprung in der Entwicklung am besten zu verstehen, sollte man auch unsere Testberichte zur LED LENSER M1 und LED LENSER T7 lesen. Alle Kritikpunkte die wir in diesen beiden vorrangegangen Tests angesprochen haben, wurden bei der M7 abgestellt.
Technisch besteht kein Unterschied zwischen der M7 und der MT7. Die taktische Version MT7 ist zusätzlich am Ende mit eine verstärkten Endkappe versehen, mit der sich auch Scheiben einschlagen lassen. Beide Versionen sind ab dem 09.08.2010 im Fachhandel erhältlich.
Vorstellung und Lieferumfang
Die LED LENSER M7 ist die Weiterentwicklung der bekannten und beliebten P7/T7. Die Verarbeitung ist auf einem
gewohnt hohen Nivau. Vergoldete Kontakte, Spritzwasserschutz (IP54) und die Verwendung handelsüberlicher AAA-Batterien im Magazin gehören, wie bei der T7, zum Standart. In Größe, Gewicht nahezu vergleichbar, wurde die Leuchtleistung um 10% auf 220 Lumen gesteigert. Neu ist ebenfalls die durch einen programmierbaren Microcontroller gesteuerte Smart Light Technology (SLT), mit der die Lampe auf den individuellen Einsatzbereich angepasst werden kann. Insgesamt stehen so bis zu 8 Lichtfunktionen, 3 Lichtprogramme und 2 Energysparmodi zur Auswahl.
Im Lieferumfang sind neben Lampe, Batteriemagazin, 4 AAA Batterien und einer Trageschlaufe, die schon bekannte Smart Card Anleitung enthalten. Auf der Card wird in einfachen Bildern erklärt, wie die verschienden Funktionen verwendet werden. Auf eine deutsche Smart Card wurde diemals jedoch verzichtet. Eine Neuerung die sicherlich bei Verwendern älterer LED LENSER Modellen erstmal Skepsis auslösen wird, ist die neue Gürstelhalterung welche das viel gelobte Nylon-Holster ersetzt. Mehr dazu im Abschnitt Bedienung.
Smart Light Technology (SLT)
Größte Veränderung der M7 sind die 8 Lichtfunktionen, 3 Programme und 2 Engeriesparmodi. Folgende 8 Lichtfunktionen sind enthalten: Morsefunktion, Turbo-Modus, Full-Power, Low-Power, Dim-Modus, Blinken, SOS-Morsen und Tactical Defense Modus (Strobo). Der Wechsel der verschiedenen Funktionen wurde hierbei deutlich verbessert. Der neue Taster/Schalter reagiert deutlich schneller und hat einen wesentlich besseren Druckpunkt als z.B. bei der M1. Bei den beiden Energiesparmodi kann man wählen zwischen konstant abfallender oder gleichbleibender Stromentnahme und Helligkeit. Das Low Battery Message System ist ein Teil der Smart Light Technology und zeigt rechtzeitig, ca. 5 min bevor die Batterien erschöpft sind, einen notwendigen Wechsel durch Blinksignale (alle 10 Sekunden) an. Andere geregelte Taschenlampen gehen plötzlich aus und man steht im Dunkeln.
- Professional Mode . Im professoional Mode verfügt die M7 über alle 8 Lichtfunktionen bietet aber trotzdem schnellen Zugriff auf die wichtigen Funktionen. In allen 3 Modi erreicht man z.B durch gedrückt halten des Tasters immer den Power-Modus. Funktionen wie der SOS-Modus welche in unserem Test der M1 noch als fehlend bemängelt wurden sind jetzt mit an Bord. Im professional Mode bietet die M7 alle Funktionen die im Outdoor Einsatz benötigt werden könnten. Von reinen Leucht- über, Such-,Signal- und Rettungs-Funktionen bis zur Verteidigung.
- Easy Mode. Im easy Mode stehen nur die reinen Lichtfunktionen zur Verfügung. Turbo, Fullpower, Lowpower und Dim. Sehr gut gelöst finde ich, dass die M7 hier nach dem Einschalten erst im Fullpower-Modus startet, welchen man dann dimmen kann. Bei der T7 mußte man noch 2x drücken um volle Leistung zu erhalten.
- Tactical Defense Mode. Für Wach und Sicherheitsdienste, die sofort in die Verteidigungsfunktion schalten müssen, aber ebenso für „Otto Normalverbraucher“, die Abends mit dem Hund durch den Wald gehen (Besonders interessant für Frauen !!!). Haben wir bei der M1 gerade diesen Defense Mode wegen der schlechten Erreichbarkeit als nahezu nutzlos verteufelt, wurde hier stark nachgebessert. Im Tactical Defense Mode gibt es nur Fullpower und Strobo. Zum aktivieren der Defense Funktion reicht ein einmaliges tippen des Schalters. Ein perfektes Timing (3x drücken innerhalb von 1 Sekunde) ist nicht mehr nötig. Dank des neuen Schalters funktioniert dies nun auch äußerst zuverlässig. Landeten wir beim Test mit der M1 “aus der Hüfte gezogen” nur bei 50% der Fälle tatsächlich im Defense Mode lag die Quote hier bei 100%. Auch kann es nicht mehr passieren, dass man in seiner Panik aus Versehen im, in diesem Falle völlig nutzlosen, Sparmodus landet. Tippt man einmal zuviel, verbleibt man im 220 Lumen Power-Modus ohne Strobo. Damit sollte jeder Angreifer ebenfalls bedient sein.
Der Wechsel der 3 Lichtprogramme erfolgt über den Schalter. 4x Tippen + 1x Schalten wechselt das Programm. Der Wechsel wird durch einmal Blinken der Lampe bestätigt. Die Programmierung ist einfach, funktioniert nicht erst nach stundenlangem Üben und ist widerum so einfach, dass man keine Anleitung braucht um auch in ein paar Monaten noch zu wissen wie es ging.
Weiter neue Funktionen und Bedienung und Verbesserungen
Wer sich denkt “was kann man an einer Taschenlampe schon viel weiterentwickeln” wird überrascht sein was alles
möglich ist. Gerade Nutzer andere LED LENSER Modelle werden die Unterschiede stark merken. Da wir die M7 direkt mit den M1 und T7 Vergleichen können fällt der Unterschied noch Größer aus. Der größe Unterschied für mich ist der neue Schalter der um längen besser ist als bei allen bisher getesteten Modellen. Der Druckpunkt ist sehr klar zu erkennen. Auch reicht nun ein echtes Tippen. Kein kurzes drücken und mehrfach durchdrücken. Die Bedienung verbessert sich dadurch deutlich. Auch der Linsendurchmesser wurde von 26mm (T7) auf 31,8mm vergrößert und kann somit, in Verbindung mit einer weiteren Optimierung der Highend Power LED, noch mehr Lichtstrom abgeben und auch die Leuchtweite wurde dadurch beachtlich verlängert. Zwischen der vor 1,5 Jahren gestesten T7 und der aktuellen 2010er M7 liegen Welten.
Ebenfalls neu ist der Advanced-Fokus-System Lock. Hiermit läßt sich der Fokus stufenlos fixieren, so dass sich der Fokus nicht mehr verstellt. Wie bei LED LENSER gewohnt ist der Fokus Lock mit einer Hand zu bedienen und ebenso schnell zu lösen, wie zu aktivieren.
Wie oben schon erwähnt gibt es bei der M7 nicht mehr das gewohnt Nylon-Holster, sondern einen Grüstelklipp aus
Plastik. Plastik war man bisher bei diesen Lampen nicht gewohnt , fällt erstmal auf und läßt an Sparmaßnahmen denken. Bei näheren Hinsehen, hat der neue kleinere Gürtelklipp jedoch auch deutliche Vorteile. Duch den 360° drehbaren Halter kann die Lampe je nach persönlichen Vorlieben befestigt werden. Horizontal hinter dem Rücken, gewohnt an der Seite oder Kopfüber mit dem Knopf oben. Gerade bei der letzen Variante spielt der neue Halter seinen Stärken aus. Das laute im dunkeln dutzende Meter weit hörbare reissen des Klettverschlusses entfällt und man hat die Lampe innerhalb von Sekunden betriebsbereit in der Hand. Der Daumen liegt sofort auf dem Einschaltknopf. Die Lampe muß nicht mehr aus dem Holster gezogen werden, sondern kann mit einem schnellen Ruck sofort gezogen werden. Der Zeitgewinn ist enorm. Trotz des extrem festen Sitzes im Halter ist ein 100% Schutz gegen Verlust wie beim Holster jedoch nicht mehr gegeben. Hier muß sicherlich der persönliche Geschmack entscheiden. Rein funktional ist der neue Gürtelklipp ein Vorteil. Eine interessante Anwendungsmöglichkeit für den neuen Gürtelklipp zeigt der Test von Jens Stratmann, wo die M7 als Offroad-Leuchte am Mountainbike verwendet wurde.
Fazit: Egal ob Outdooreinsatz, Hobby oder professionelle Sicherheitskräfte, wer mit dem Gedanken spielt sich eine professionelle und trotzdem Kompakte LED-Taschenlampe zuzulegen ist mit der M7 bzw. MT7 sicherlich sehr gut bedient. Wer bereits eine ältere LED LENSER Lampe hat sollte, sich die Anschaffung einer neuen LED LENSER M7 auf jeden Fall überlegen. Das Batteriemagazin der PT/T7 kann in der M7 als Ersatzmagazin weiter verwendet werden, auch wenn dann natürlich die neuen Funktionen nicht zur Verfügung stehen.
Für mich ganz klar von allen gestesteten LED LENSER Modellen das Beste. Diese Lampe wird es in Kürze auch als aufladbare Version M7R mit dem revolutionären, neuen Floating Charge Ladesystem geben.
Weblinks:
Tags: led lenser, LED LENSER M7, LED LENSER M7R, LED LENSER MT7, Reflektorlinse, taktische Taschenlampe



Juli 25th, 2010 um 14:46
[...] here to see the original: Testbericht: LED LENSER M7 Handlampe | My LifeStyle Blog Lifestyle No Comments [...]
Juli 26th, 2010 um 11:17
Hey, vielen Dank für die Verlinkung!
Gruß,
Jens
[Antworten]
Juli 26th, 2010 um 11:50
danke leute für den testbericht, der hat mir bei der kaufentscheidung weitergeholfen.
ps. finde eure seite echt klasse
[Antworten]
Mai 5th, 2011 um 07:58
[...] und funktionell entspricht die Leuchteinheit der H14 der schon früher von uns getesteten LED LENSER M7. Dort haben wir die Smart Light Technology (SLT), die Funktionen und die Leistungen bereits [...]